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Samstag, 27. Oktober 2007

Stefan Rehder: Gott spielen

Ein absolutes Muss für jeden, der sich für die Möglichkeiten und Gefahren der Gentechnik interessiert, ist das kürzlich erschienene Buch von Stefan Rehder, Gott spielen. Im Supermarkt der Gentechnik. Rehder wird Lesern der Tagespost als kompetenter Wissenschaftsjournalist mit Schwerpunkt embryonale Stammzellenforschung ein Begriff sein. In seinem neuen Buch rollt er die gesamte Thematik der Manipulation des menschlichen Lebens auf, berichtet von großen und kleinen Skandalen, und vor allem von solchen, die niemand mehr als Skandal erkennt, weil man schon so abgestumpft ist... Das Buch handelt von der Hybris der Wissenschaft, die sich - bar aller ethischen, vernunftgemäßen und moralischen Vorgaben - an die Stelle Gottes setzen will (siehe Titel).

Dem Autor gelingt es, die komplexe wissenschaftliche Thematik anschaulich und leicht verständlich zu vermitteln. Er streicht das Bedenkliche, ja Entsetzliche dieser Entwicklungen hervor, ohne in billige Polemik auszuarten - die Fakten sprechen meistens für sich selbst.

Das Buch ist gleichzeitig auch ein Warnruf für alle, die es hören wollen (und das sollen keineswegs nur Christen sein!): die biologische Versklavung des Menschen durch genetische Manipulation, die man aus Aldous Huxleys Schöne neue Welt oder auch aus dem - von Rehder zitierten - Film Gattaca kennt, steht bereits vor der Tür. Dazu braucht man auch keine Verschwörungstheorien, man muss nur hinhören, was Wissenschaftler sagen, was für Absichten sie verkünden...
Wer Rehders Buch gelesen hat, kann nachher nicht mehr behaupten, er hätte nichts gewusst.

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