Advent
Der Advent ist - das Warten auf die Geburt des Herrn. Doch während die Welt dem Kommerz nachjagt (und wir - wenigstens ein bisschen - auch mittun müssen, wegen den Weihnachtsgeschenke), sollen wir den Blick auf den Herrn nicht verlieren, der da kommt... Das Kind in der Krippe, dessen Geburt so gar nichts mit romantischer Idylle zu tun hat:
Während wir an Weihnachten – alle Jahre wieder – diese Welt in einen Adventskalender zu verwandeln suchen und uns der Illusion hingeben, schon hier die Geborgenheit des Paradieses im Schoße der Familie finden zu können, lebt der Menschensohn im Herzen des Festes eine ganz andere Realität. „Er kam in sein Eigentum, doch die Seinen nahmen ihn nicht auf … Er ist Fleisch geworden und hat unter uns gezeltet.“ ( Joh 1,11 und 14) Kein Wort von Heimat oder wohligem Daheimsein des Messias bei den Seinen. Er wird in die Heimatlosigkeit hineingeboren, verschmäht von seinem Volk,verfolgt von seinem König, schon als Kind ein Flüchtling. Ja, er schlägt sogar gleich einem Nomaden nur ein Zelt auf und wird keine Ruhe in Israel finden, bis Er sein Haupt auf das Holz des Kreuzes bettet. Das Schicksal des Menschensohnes ist die Heimatlosigkeit.
Nina Heereman
Labels: feria, spiritualia


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