Hl. Luzia
Während in Westeuropa das Fest dieser altchristlichen Märtyrerin vor allem wegen der schwedischen Volksbräuche bekannt ist, hatte es früher in Ungarn eine ganz andere Bedeutung: das Fest der Hl. Luzia wurde als ein Tag gesehen, wo Geister und Dämonen ihr unwesen trieb und Zauberei angesagt war. So sperrte man in dieser Nacht Fenster und Türen zu und steckte Knoblauch in die Schlüssellöcher.
Der bekannteste Volksbrauch war die Fabrizierung des "Luzia-Stuhls" (lucaszék). Es handelte sich um einen kleinen Sessel aus neun verschiedenen Hölzern, den man bis Weihnachten zusammenbastelte. Wer den Stuhl in der weihnachtlichen Christmette in der Kirche aufstellte und sich daraufsetzte, konnte die Hexen des Dorfes erkennen, die an ihren Hörnern erkenntlich sein würden. Allerdings musste er danach sofort flüchten, denn sonst würden ihn die Hexen zerreißen. Zum Abschluss musste der Luzia-Stuhl verbrannt werden.
Auch Fruchtbarkeitszauber wurde an diesem Tag betrieben. So war das einer der Tage, wo es den Frauen verboten war zu arbeiten, denn das bringe Unglück. Es brachte wiederum Glück in der Hauswirtschaft, wenn an diesem Tag als erster ein Mann das Haus besuchte. Der am Luzia-Tag in ein Töpfchen gesäte Weizen sollte bis Weihnachten wachsen, dann wurde er an die Tiere verfüttert, damit diese gesund und fruchtbar blieben.
Die jungen Mädchen suchten wiederum an diesem Tag, den Namen ihres zukünftigen Gatten zu erfahren. So wurden etwa auf 12 Zettel 12 Namen geschrieben und die Zettel dann einzeln ins Feuer geworfen. Der Name auf dem Übrigbleibenden war jener des künftigen Ehemannes. In einer anderen Variante wurden die Zettel in Knödel gesteckt und diese zum Kochen aufgesetzt. Der zuerst an die Wasseroberflächende aufsteigende Knödel enthielt den Namen des Zukünftigen.
P.s.: Matthew von Shrine of the Holy Whapping hat kürzlich zwei schöne Bilder von Luzia veröffentlicht: ein subtileres und ein heftigeres.
Der bekannteste Volksbrauch war die Fabrizierung des "Luzia-Stuhls" (lucaszék). Es handelte sich um einen kleinen Sessel aus neun verschiedenen Hölzern, den man bis Weihnachten zusammenbastelte. Wer den Stuhl in der weihnachtlichen Christmette in der Kirche aufstellte und sich daraufsetzte, konnte die Hexen des Dorfes erkennen, die an ihren Hörnern erkenntlich sein würden. Allerdings musste er danach sofort flüchten, denn sonst würden ihn die Hexen zerreißen. Zum Abschluss musste der Luzia-Stuhl verbrannt werden.
Auch Fruchtbarkeitszauber wurde an diesem Tag betrieben. So war das einer der Tage, wo es den Frauen verboten war zu arbeiten, denn das bringe Unglück. Es brachte wiederum Glück in der Hauswirtschaft, wenn an diesem Tag als erster ein Mann das Haus besuchte. Der am Luzia-Tag in ein Töpfchen gesäte Weizen sollte bis Weihnachten wachsen, dann wurde er an die Tiere verfüttert, damit diese gesund und fruchtbar blieben.
Die jungen Mädchen suchten wiederum an diesem Tag, den Namen ihres zukünftigen Gatten zu erfahren. So wurden etwa auf 12 Zettel 12 Namen geschrieben und die Zettel dann einzeln ins Feuer geworfen. Der Name auf dem Übrigbleibenden war jener des künftigen Ehemannes. In einer anderen Variante wurden die Zettel in Knödel gesteckt und diese zum Kochen aufgesetzt. Der zuerst an die Wasseroberflächende aufsteigende Knödel enthielt den Namen des Zukünftigen.
P.s.: Matthew von Shrine of the Holy Whapping hat kürzlich zwei schöne Bilder von Luzia veröffentlicht: ein subtileres und ein heftigeres.


3 Comments:
Liebe Petra,
ich lass mal wieder nen Gruß hier. Lange nix gehört voneinander. Hoffe, es geht dir gut.
Ich freu mich auf Heiligenkreuz!
Segen dir!
aus Frankfurt
n.
Hi, Norbert,
schön, wieder mal von Dir zu hören!
Schupf mal ein Mail rüber, wann Du kommst und wie lange Du bleibst! Eine Cremeschnitte im Heiligenkreuzer Stiftsgasthof wäre doch nett wieder mal... ;-)
Suuuuupa!
Das machen wir...
:o)
Eine Monster!!!cremeschnittenmehlspeise.
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